Ausschnitt einer Gruppe von Menschen, die nicht direkt ins Bild sehen
Ausschnitt einer Gruppe von Menschen, die nicht direkt ins Bild sehen

Konflikte im Rampenlicht - Theater für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen!

 „Es knirscht? Wir spielen!“ So richtet sich das „Theatre for Dialogue“ an Kommunen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Angebot: Moderiertes Theater, das Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft in Konflikten zusammenbringt. 

In jeder Kommune gibt es Konflikte. Dabei geht es beispielsweise um unterschiedliche Interessen beim Bau von kommunalen Einrichtungen, um erneuerbare Energien, um die Ausweitung von Neubaugebieten. In der Auseinandersetzung um ihre Anliegen und Bedürfnisse geraten die Beteiligten häufig auch aneinander. Dabei wollen die meisten von ihnen die verschiedenen Standpunkte im Quartier friedlich miteinander in Einklang bringen. Aber wie gelingt das? Das Team des Vereins Stadt.Raum.Gestalten e.V. aus Leipzig meint: Macht doch mal Theater! In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bietet ihr Projekt „Theatre for Dialogue“ interessierten Kommunen die Möglichkeit, Konfliktbearbeitung auf der Bühne auszuprobieren.

Konflikte im Rampenlicht - alles kann ausprobiert werden

Das Projektteam bringt dafür Beteiligte in der Gemeinde in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch und Konflikte mit kreativen Methoden auf die Bühne. Bei den öffentlichen Veranstaltungen stellen Schauspielende verschiedene Szenen nach, die vor Ort passieren könnten oder bereits passiert sind. Die Zuschauenden können in das Geschehen eingreifen und es verändern. Dabei öffnen sich ungewohnte und neue Sichtweisen auf lokale Auseinandersetzungen. Oft entstehen neue Handlungsmöglichkeiten, die auf der Bühne ausprobiert werden können: Wer könnte sich anders verhalten und warum? Welche Perspektiven sind sichtbar, wessen Blickwinkel sind unsichtbar geblieben? Finden wir einen Weg, der verschiedene Interessen berücksichtigt? Die spielerische Auseinandersetzung mit schwierigen Situationen führt nicht immer dazu, dass Konflikte sofort gelöst werden können, aber sie gibt Ideen und macht Mut, es gemeinsam auszuprobieren.

Wie läuft der Prozess ab?

  • In Vorgesprächen wird die Lage sondiert, darauf aufbauend werden interaktive Forumtheaterszenen entwickelt und schließlich auf einer Bühne vor Ort gezeigt
  • Es finden mehrere öffentliche Veranstaltungen statt, bei denen ein interaktiver Dialog zu den Themen der Szene stattfindet. Unterschiedliche Perspektiven werden sichtbar und berücksichtigt. Neue Handlungsmöglichkeiten werden erprobt und Lösungsansätze entwickelt
  • Zwischen den Veranstaltungen werden Format und Szenen gemeinsam an die aktuellen Entwicklungen und Erfordernisse angepasst
  • Handlungsempfehlungen für den konfliktsensiblen Umgang mit den Interessen und Perspektiven verschiedener Akteure werden dokumentiert
  • Es wird Raum für Reflexionen geschaffen, um konstruktiv über Stadtentwicklungsziele und lokale Herausforderungen zu sprechen
  • Optional:  vertiefende Theater-Workshops für weitere Themen

Wer kann mitmachen, wann geht es los und was kostet es?

Das Angebot richtet sich an Städte und Kommunen und an zivilgesellschaftliche Akteure aus dem Bereich Gemeinwesen-, Jugend- und Senior:innenarbeit sowie an Vereine mit Stadtteil- oder Quartiersbezug. Der Prozess startet im Frühjahr 2026 und erstreckt sich über das Jahr. Das Projekt „Theatre vor Dialogue“ ist ein Innovationsprojekt im Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Dadurch entstehen keine finanziellen Zusatzkosten für die Kommunen. Bewerbungen sind bis 28.02.2026 möglich.

Weitere Informationen gibt es unter: https://tfd-dialog.de/ausschreibung-2026  

Der Film zum „Theatre for Dialogue“ gibt einen Einblick in die Konfliktbearbeitung mit Forumtheater: Film: https://youtu.be/Xbe12Yo6Sec?si=_gb6B99p0inLQLlL

Foto. Stadt.Raum.Gestalten e.V.