Netzwerktagung des Bundesnetzwerks Konfliktbearbeitung 2026
„Kurs halten: Konfliktbearbeitung stärkt Demokratie!": Unter diesem Motto findet vom 07. bis 09. Dezember 2026 die diesjährige Netzwerktagung des Bundesnetzwerks Konfliktbearbeitung im Gustav-Stresemann-Institut in Bad Bevensen statt.
Im Laufe des Jahres 2026 sind wir stetig gewachsen, haben durch zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten erfahren, wie lebendig das Netzwerk bereits ist und welche Kraft darin steckt.
In Bad Bevensen wollen wir unser Netzwerk weiterentwickeln und ihm eine festere Organisationsstruktur geben. Darüber hinaus tauschen wir uns inhaltlich aus. Teilnehmende können eigene Themen und Anliegen zur aktuellen Debatte rund um die Rolle der Konfliktbearbeitung zur Stärkung der Demokratie einbringen.
Wir setzen drei Schwerpunkte:
1. Ansätze der Konfliktbearbeitung kennenlernen
Wo ergänzen sich unsere unterschiedlichen Herangehensweisen und wo grenzen sie sich voneinander ab? Was bedeutet eigentlich „Allparteilichkeit“? Was unterscheidet einen Empowerment-Ansatz von der Mediation? Die Arbeit an einem Fallbeispiel verdeutlicht uns die vielen Facetten und Potentiale der Konfliktbearbeitungslandschaft.
2. Konfliktbearbeitung in einer Demokratie, die vor neuen Herausforderungen steht
Der Begriff Demokratie wird derzeit häufig im Zusammenhang mit Adjektiven wie „umkämpft“, „fragil“ oder „wehrhaft“ genutzt. Wir erleben aufwühlende Zeiten, die den großen Bedarf nach einem konstruktiven Umgang mit Konflikten in vielen gesellschaftlichen Bereichen zeigen. Konfliktbearbeitung schafft in dieser Situation Stabilität, Sicherheit und Perspektiven. Der Polarisierung setzt sie Dialog entgegen, statt auf Konfrontations- geht sie auf Kooperationskurs. Wie verstehen wir unsere Rolle in einer Demokratie, die vor neuen Herausforderungen steht? Gelingt uns ein konstruktiver Dialog mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen? Und wie können wir einem Bedrohungsszenario ein konstruktives Zukunftsbild entgegensetzen? Auf diese Themen wollen wir in Bad Bevensen schauen.
3. Struktur des Bundesnetzwerks in Kraft setzen und Sprecher:innenwahl
Feierlich wollen wir die intensive Erarbeitung einer Struktur für das Bundesnetzwerk würdigen und als grundlegende Basis beschließen. Im Anschluss wählen wir unseren ersten Sprecher:innenkreis, die Vertretung des Netzwerks nach innen und außen – und heißen uns nun als offizielle Mitglieder im Netzwerk willkommen.
Zur Anmeldung und für weitere Informationen zum Programm bitte hier klicken.
Organisationen können sich und ihre Arbeit auf einem Markt der Möglichkeiten präsentieren. Ebenso können Workshopangebote vorab eingereicht werden. Beides bitte in den entsprechenden Kommentarfeldern im Anmeldeformular vermerken.
Kontakt:
netzwerkbuero [at] konflktbearbeitung [dot] org
Christof Starke und Norina Möller
Bis Ende 2026 wird das Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung durch den Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung im Programm „Demokratie leben!“ des BMBFSFJ (Aufbau einer bundeszentralen Infrastruktur) unterstützt.