So geht Konfliktbearbeitung in ... München

Wo brennt´s, was hilft, wie wirkt´s? Der Steckbrief „So geht Konfliktbearbeitung in ... München“ zeigt, wie wirkungsvoll die Teams des allparteilichen Konfliktmanagements (AKIM) der Stadt Konflikte im öffentlichen Raum angehen.

Wo brennt´s?

München ist eine dichtbesiedelte Großstadt mit teilweise beengten Wohnverhältnissen. Plätze, Grünanlagen und Straßen werden von vielen Menschen genutzt, um gemeinsam Zeit zu verbringen, Sport zu treiben, Ruhe zu finden. Dabei treffen unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse aufeinander. Ruhe und Erholung stehen neben dem Wunsch, zu feiern und sich zu begegnen. Diese Vielfalt macht die Stadt lebendig, führt aber auch zu Spannungen. Oft sind polizeiliche und ordnungsrechtliche Maßnahmen nicht angemessen, wenn beispielsweise Anwohnende sich durch Jugendliche im Park vor ihrer Haustür gestört fühlen. Damit Konflikte nachhaltig gelöst werden, ohne die Nutzergruppen aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen, ist ein Ansatz nötig, der Kontakt und Perspektivwechsel ermöglicht.
 

Was hilft?

Das allparteiliche Konfliktmanagement der Stadt München (AKIM) bietet als Anlaufstelle im Sozialreferat eine niedrigschwellige, dialogische und allparteiliche Konfliktbearbeitung mit schneller Kontaktaufnahme, persönlicher Ansprache aller Beteiligten und gebündeltem Zugang zu den nötigen Fachstellen. AKIM unterstützt dabei, störende Situationen frühzeitig aufzugreifen, Gespräche zu ermöglichen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei ein respektvoller Umgang und das Ziel eines friedlichen, sicheren Miteinanders. AKIM führt Gespräche mit den betroffenen Personen und Gruppen, moderiert Konfliktsituationen und vermittelt zwischen unterschiedlichen Interessen, organisiert Austauschformate, begleitet die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen und führt Workshops durch. Bei Bedarf sind die Konfliktmanager:innen direkt vor Ort und erkennbar an ihren roten Westen.

Wie wirkts?

Anwohnende fühlen sich durch die persönliche Kontaktaufnahme und das Agieren vor Ort, auch nachts, ernst genommen. Runde Tische mit Verwaltungsstellen ermöglichen rasche und effiziente Abstimmungen. Die Ansprache der Platznutzenden ohne Vorverurteilung ermöglicht es, die Situation zu verstehen. Ziel ist, dass sich durch direkten Kontakt neue Perspektiven entwickeln, die die Konfliktwahrnehmung verändern und neue Lösungen möglich machen. Das beruhigt die Situation vor Ort (weniger Beschwerden bei der Verwaltung, weniger Anzeigen bei der Polizei, weniger Lärm, Müll etc.). Polizei und politische Gremien melden AKIM zurück, dass die Beschwerden abnehmen an Orten, wo AKIM aktiv ist. Insgesamt wirkt das Agieren von AKIM der Verwaltungs- und Politikschelte entgegen. 

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Autor:in: AKIM München (Red.: M. Rieken)         Bild: AKIM München