Förderung für das Bayerische Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung
Der Forschungsverbund „Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung: Deutungskämpfe im Übergang“ (BZeFK) wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt für weitere zwei Jahre gefördert.
Der Forschungsverbund „Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung“ vernetzt Forschung, Lehre und den Praxistransfer der Friedens- und Konfliktforschung in Bayern. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen soziale Konflikte und Bedingungen für Frieden. Der Forschungsverbund arbeitet seit April 2022 zum Thema „Deutungskämpfe im Übergang“.
Er konzentriert sich damit auf die Zeit gesellschaftlicher Übergänge. Wenn Gewaltherrschaft endet, wenn Gesellschaften ihre Vergangenheit aufarbeiten und wenn Werte sich wandeln, stehen tiefgreifende soziale Veränderungen an. Menschen streiten sich darüber, wie die Übergänge gestaltet werden und wie das Zusammenleben künftig aussehen soll. Entscheidend für den gesellschaftlichen Frieden in Gegenwart und Zukunft ist, auf welche Art diese Auseinandersetzungen ausgetragen werden.
Der Forschungsverbund „Deutungskämpfe im Übergang“ untersucht diese gesellschaftlichen Konflikte aus interdisziplinärer Perspektive. Im Fokus stehen Deutungskämpfe um Friedensstrategien von nicht-staatlichen Akteur:innen, Gewalt, universale Rechte und Diversität.
Der Verbund fördert dazu vielfältige Methoden, den interdisziplinären Austausch und grundsätzlich auch die Institutionalisierung der Friedens- und Konfliktforschung in Bayern. Damit die Arbeit ihre gesellschaftliche und politische Wirkung entfaltet, teilt der BZeFK seine Ergebnisse regelmäßig mit Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit.
„Deutungskämpfe im Übergang“ (Conflicts.Meanings.Transitions) ist ein gemeinschaftliches Projekt von Wissenschaftler*innen der Universitäten Augsburg, Bayreuth, Erlangen-Nürnberg und des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin. Die Koordination des Verbunds liegt in Bayreuth.
MEHR ERFAHREN:
Auf der Internetseite des BZeFK gibt es weitere Informationen.
Hier finden sich zudem die Aktivitäten der Universität Augsburg im BZeFK.
Foto: Martina Rieken