Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung
Wir sind ein zivilgesellschaftliches Netzwerk aus Organisationen und Personen, die sich praktisch und fachpolitisch für konstruktive Konfliktbearbeitung in Deutschland engagieren. Wir tragen zur Bearbeitung gesellschaftspolitischer Konflikte bei und forschen zum Umgang mit Konflikten. Unser Engagement sehen wir als Ergänzung zum staatlichen Handeln auf kommunaler, Landes- und Bundesebene.
Wie wir Konflikte sehen
Konflikte gehören aus unserer Sicht zum gesellschaftlichen Zusammenleben dazu. In einer vielfältigen Gesellschaft ist die Konfliktbearbeitung ein wesentlicher Teil einer demokratischen Kultur. Konflikte zeigen soziale Veränderung an und ihre konstruktive Bearbeitung trägt zu mehr sozialer Gerechtigkeit und weniger Gewalt bei. Konfliktbearbeitung umfasst eine Vielzahl von Institutionen, Ansätzen und Methoden, die in unterschiedlichen Phasen eines Konflikts zum Einsatz kommen. Das Ziel ist, negative Dynamiken von Konflikten zu verhindern und einen konstruktiven Umgang mit Differenzen zu ermöglichen.
Was wir erreichen wollen
Wir wollen Strukturen, Institutionen und Kompetenzen zur konstruktiven Bearbeitung von gesellschaftspolitischen Konflikten stärken. Das erleichtert den nachhaltigen Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen und fördert eine lebendige Konfliktkultur. Damit dies gelingt, setzten wir auf Vernetzung und Fachaustausch. Mit gebündelten Kräften wollen wir erreichen, dass konstruktive Konfliktbearbeitung in Deutschland einen neuen Stellenwert erhält und sich stärker etabliert.
Was wir als Netzwerk machen
Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen Informationsaustausch, Vernetzung und Kooperationen für unsere gemeinsamen Ziele. Als Netzwerk wollen wir Ansätze und Methoden der Konfliktbearbeitung weiterentwickeln, den Wissenschaft-Praxis-Austausch voranbringen und fachpolitische Interessenvertretung sein. Wir bringen unsere Kompetenzen und Erfahrungen in Politik und Gesellschaft ein. So stärken wir den konstruktiven Umgang mit Konflikten als Teil des demokratischen Miteinanders.
Das sind wir
Das Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung wurde 2024 ins Leben gerufen und zählt aktuell mehr als 40 Organisationen, Initiativen und Personen, die sich praktisch und politisch für konstruktive Konfliktbearbeitung in Deutschland engagieren. Die Initiative für den Aufbau des Netzwerks ist in der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung entstanden. Beide verstehen sich als eng verbundene Schwesternetzwerke, die den Austausch stärken und ihre jeweiligen Rollen partnerschaftlich weiterentwickeln wollen.
Das Netzwerk (klicken für Liste):
- Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. (AGDF)
- Aktion Zivilcourage e. V.
- A.T.C.C. Konfliktbearbeitung - Verbund für TrainerInnen und BeraterInnen e. V.
- B3 – Institut für Beratung, Begleitung und Bildung e.V.
- Berghof Foundation Operations gGmbH
- Bund für Soziale Verteidigung e.V - BSV (Projekt LOVE-Storm)
- Bundesverband MEDIATION e.V.
- Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt e.V.
- CommunAid - Initiative für gesellschaftlichen Zusammenhalt
- ConflictA
- Demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung
- Deutsche Stiftung Mediation
- Eike-Susann Steinmeyer – to be productive
- EIRENE Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.
- Empower Konflikttrainings
- Förderverein Mediation im öffentlichen Bereich (FMöB) e.V.
- Forschungskollektiv Peripherie und Zentrum (FPZ)
- Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit e.V.
- Friedensakademie Rheinland-Pfalz
- Friedensinstitut Freiburg
- Friedenskreis Halle e.V.
- Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.
- Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. (ikm)
- K3B – Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung des VFB Salzwedel e. V.
- Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.
- Konfliktpotential
- Kulturbüro Sachsen e.V.
- KURVE Wustrow - Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e.V.
- Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg
- LoKoNet
- Mediationsbüro Carsten Quednow
- mediation wolf
- medius - Konfliktmanagement und Organsiationsberatung
- PD Dr. Hendrik Niether, Bildungsabteilung der EKD, Fachstelle Friedensbildung
- Pro Peace Forum Ziviler Friedensdienst e. V.
- Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung
- Sigrun Rottmann vom „Institut für Journalistik der TU Dortmund“
- Stadt München, AKIM Fachstelle für Konfliktmanagement im öffentlichen Raum
- Stadt.Raum.Gestalten e.V.
- STARK - Konflikttransformation
- Stiftung SPI - Sozialpädagogisches Institut Berlin »Walter May«.
- TOLLERORT entwickeln & beteiligen GmbH
- Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA)
- und weitere Einzelpersonen
Der Aufbau des Bundesnetzwerks Konfliktbearbeitung wird vom Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung im Bundesprogramm „Demokratie leben!" (Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur) des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend gefördert.